3D – Druck im Modellbau

Am 28. und 29. August trafen sich etliche Tuttlinger-Eisenbahnfreunde unter Leitung von Matthias Höfler zum Seminar 3D-Druck für den Modellbau. Wie vielschichtig dieses Thema ist, erfuhren die Teilnehmer bereits am ersten Abend in einer ausführlichen Erläuterung der verschiedenen Techniken des 3D-Druckverfahrens.

Im Einzelnen ging der Referent auf die Verfahren, Filanmentdruck und Resindruck ein. In anschaulichen Bildern konnten die Möglichkeiten für den Modellbau erörtert und aufgezeigt werden. Des Weiteren wurde auf die fortschreitende Entwicklung des 3D-Druckes eingegangen. Was sich dadurch für die Industrie bietet wurde anschaulich an der Ausführung eines Kolbens für einen Automotor aufgezeigt, der einen Dauertest unter Hochleistung erbringen musste.

Am folgenden Samstag ging es dann in die praktische Anwendung des am Vortag gehörten und erarbeiteten. Matthias Höfler erläuterte, anhand einer vorbereiteten 3D-Konstruktion (eine Ente), auf was alles zu achten ist um ein gutes Ergebnis im 3D-Druck zu erreichen. Für den Druck selbst ist Ausschlag gebend die Festlegung der Parameter und die Maße für die einzelne Schichtdicke (zum Beispiel 0,025mm). Je dünner, desto besser das Endergebnis. Dadurch kann anfallende, aufwändige Nacharbeit (glätten bzw. schleifen) minimiert werden.

Nach einem kurzen Rückblick auf das Gehörte und Erläuterte ging es zum Druck des Modells. Das konstruierte Modell wurde im Maßstab 1:87 und 1:43 auf den bereitgestellten Druckern im Resindruck- sowie im Filanmentdruck - Verfahren ausgeführt. Es zeigte sich auch deutlich, je dünner die einzelnen Druckschichten sind, je länger dauert das „Drucken“ des Modells, dies konnte von den Anwesenden anschaulich beobachtet werden.. Die Teilnehmer zeigten sich durchweg begeistert von den Möglichkeiten die sich für den einzelnen Modellbauer dadurch eröffnen.

Die Anwesenden bedankten sich bei dem Referenten für das im Einzelnen sehr ausführlich gehaltene Seminar, so dass jeder der Vereinsmitglieder etwas für seine Belange und Wünsche mit nach Hause nehmen konnte.

von Hermann H.

[zurück zur Übersicht]